Gewalt im öffentlichen Nahverkehr

Das Logo der BVG In den letzten Tag habe ich immer wieder Artikel im Tagesspiegel gelesen, dass die Gewalt gegen BVG-Mitarbeiter keine Seltenheit ist. Das fällt schon mal ein ausfälliges Wort oder der Fahrgast wird handgreiflich. Klar ist, dass in letzter Zeit viele Menschen mit Miesepeter-Gesichtern durch die Stadt laufen. Die Stimmung ist nicht die Beste.

Das Thema ist wohl auch gerade in der Politik stark diskutiert, so spricht man von einer Fahrpreiserhöhung im Tausch für mehr Sicherheit in Bus und Bahn. Sogenannte BVG-Marschalls sollen eingesetzt werden, um für Sicherheit zu sorgen. Ähnlich den Sky-Marschals im Flugzeug, jedenfalls kommt mir das so vor. Natürlich ist es nicht realistisch, in jeder Bahn und jedem Bus mindestens einen solchen Sicherheitsmann zu haben.

Die BVG-Sicherheitsleute sieht man zwar auch ab und zu, aber die Zahl der Mitarbeiter ist wohl begrenzt. So setzt man die 3er-Teams in kritischen Gegenden ein, wozu Schöneberg und Charlottenburg nicht unbedingt zählen. Manchmal haben sie sogar einen Hund dabei, aber sind wir mal ehrlich, Sicherheit vermitteln sie nicht unbedingt.

Das Logo der RATP Was ich erstaunlich fand, war die Aussage dass man in Frankreich (natürlich) auch mit diesen Problemen zu kämpfen hat. Dort zieht man aber nicht unbedingt eine Erhöhung der Fahrpreise in Betracht, sondern stellt die Strecken, wo es besonders schlimm ist, einfach ein. Die Franzosen sind da wohl etwas anders gestrickt, aber das löst das Problem wohl am besten. Schwierig nur, dass dies dann auf Kosten aller Fahrgäste geht.

Zu meiner Zeit in Frankreich kann ich mich jedoch nicht an irgendwelche Auseinandersetzungen in den Bussen erinnern. Man hörte zwar oft ein genervtes „La Porte!“, aber das haben wir in Berlin auch. Hier will nur nicht der Fahrgast zur Türe raus, sondern der Busfahrer weiter. „Bitte die hintere Tür freigeben!“. Die nächste Fahrpreiserhöhung kommt auf jeden Fall, mit oder ohne Kloppe.

Ich persönlich bin dieser Tage mit einem Lächeln unterwegs und Grüße den Busfahrer, wenn ich einsteige und manchmal sagt man auch Auf Wiedersehen. Natürlich nur an Endstationen.

2 Antworten auf „Gewalt im öffentlichen Nahverkehr“

  1. Das Thema Gewalt in öffentlichen Verkehrsmitteln hatten wir in unserem Blog auch schon öfters diskutiert. Ratsam wäre, die Busse mit einer Fahrerkabine auszustatten, ähnlich wie es auch schon in den Ikarus-Bussen zu DDR-Zeiten gemacht wurde. Erst gestern wurde wieder ein Fahrer geschlagen, von einem 15Jährigen, nur weil er ihn ermahnte wegen irgentwas.

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