Einmal Friedberg und zurück

Am letzten Donnerstag Abend trafen Paul und ich die letzten Vorkehrungen für unsere Fahrt zum Pegasus Hauptquartier. Eine Mitfahrgelegenheit für Freitag 10:00 Uhr war gefunden und so konnten wir beruhigt ins unsere Bett gehen. Der Wecker am nächsten Morgen klingelte eindeutig zu früh, aber die Aufregung war groß genug, mich schon vor dem Klingeln zu wecken. Durchgeschlafen habe ich also nicht.

Freitag, 22. August 2008

Frühstück gab es nicht und der Aufenthalt im Badezimmer war auch recht kurz. Kurz nach 09:15 Uhr verließ ich dann die Wohnung in Richtung Warschauer Straße. Da die U-Bahnlinie 1 immer noch mit einem Schienenersatzverkehr gebeutelt ist, musste ich einen kleinen Umweg nehmen. Kurz vor 10:00 Uhr war ich dann am ausgemachten Treffpunkt, der Litfasssäule vor der Sparkasse Warschauer Straße / Ecke Revaler Straße.

Kurze Zeit später saßen wir zu viert (Fahrer, Mitfahrerin, Paul und ich) im Auto und brachen nach Frankfurt auf. Die Anreise war wenig spektakulär, bis auf zu hohe Temperaturen, ein Zwischenstopp an einem Rasthof mit MC Donalds und dann der Ankunft an der A5-Abfahrt Friedberg. Im kleinen Örtchen Rosbach wurden wir dann abgesetzt, von hier aus waren es nur noch sieben Kilometer bis nach Friedberg…

Paul und ich hotten über die Gleise

Wieso wir nicht gleich in den Zug eingestiegen sind um die Station zu fahren, weiß ich heute noch nicht genau. Wir entschieden uns dann ganz spontan, nach Friedberg zu laufen. So weit ist es ja auch nicht weg und querfeldein kann es ja kaum mehr als eine oder zwei Stunden dauen. Falsch gedacht, denn nach anderthalb Stunden waren wir noch nicht wieder in einem Ort, sondern mitten auf einem Feld. Der Regen hatte inzwischen nachgelassen und die Brombeersträucher, die es hier im Überfluss gibt, versüßten uns die Wanderschaft.

Interessant wurde es, als wir dann einen Ort erreichten, von dem wir dachten es sei Friedberg. Eine Mutter, die gerade ihr Kind aus dem Auto hievte, musste kurz schmunzeln. Wir waren in Rodheim vor der Höhe angekommen, was nun schon etwas mehr als 10 Kilometer von Friedberg entfernt war. Falsche Richtung, drei Kilometer und zwei Stunden verschwendet.

Ich konnte in diesem Moment nur noch lachen, Paul war etwas säuerlich. Wir nahmen dann den Zug nach Friedberg und sind eine halbe Stunde später bei Pegasus Spiele angekommen.

Endlich sitzen, ausruhen und etwas Essen und Trinken. Seit 17:00 Uhr waren die Feierlichkeiten hier schon im Gange, wir sind so gegen 18:00 Uhr eingetrudelt. So viele Supporter auf einem Fleck habe ich noch nicht gesehen, aus ganz Deutschland sind sie nach Friedberg gekommen um hier gemeinsam das Jubiläum von Pegasus Spiele zu feiern.

Nach einem lange Fußmarsch endlich da!

Natürlich wurde auch an allen Tischen gespielt, von Munchkin bis Robotics war alles, was die Produktpalette von Pegasus hergab, dabei. Die Supporter wurden bei Ankunft mit ein paar Informationen zum Ablauf und mehr als genügend Verzehrgutscheinen versorgt. Ich habe jetzt noch weit mehr als die Hälfte in der Tasche.

Gegen 20:30 Uhr startete dann ein Pokerturnier, an dem 26 Spieler teilnahmen. In den Räumlichkeiten des hauseigenen Bistros wurde an vier Tischen gespielt. An dem Tisch, an dem ich saß, wollte keiner das Spiel verlassen, sodass wir bis weit nach der Pause noch in voller Besetzung spielten. Vier von diesen sechs Spielern schafften es dann schließlich auch in die Endrunde, an den Final Table.

Ich selbst belegte den sechsten Platz, ein All-In hatte mir letztendlich ein Ende gesetzt. Aber damit war meine Spielzeit noch nicht ganz vorbei, denn Björn, der sich unter die letzten Vier vorgearbeitet hatte, musste leider früher los. So kam ich, nach Absprache mit den übrigen drei Spielern, in den Genuss für Björn weiterzuspielen und siehe da, ich konnte ihm in Vertretung zum ersten Platz verhelfen.

Zugegebenermaßen war da mehr Glück als Können im Spiel, denn Steffen, ein Vereinspokerspieler aus Friedberg, hatte deutlich mehr Know-How als ich. Letztendlich ging er All-In und ich hatte Glück bei den Karten. Um kurz nach halb Zwei war es dann entschieden, noch ein Foto von den drei Finalisten und dann ging es auch schon zum Schlafplatz in der Turnhalle einer nahe gelegenen Schule. Gegen vier Uhr bin ich eingeschlafen, um Acht Uhr war dann die Nacht vorbei.

Samstag, 23. August 2008

Heute ging es dann ab 10:00 Uhr weiter im Programm. Nach einem Frühstück kurz nach neun Uhr machten wir uns frisch gestärkt an die nächsten Spiele. Heute habe ich schon Krallen & Fallen, Illuminati und ein drittes Spiel, dessen Namen ich hier noch nicht nennen darf gespielt. Illuminati hat sich zwar etwas gezogen, aber es war den Spielspaß wert. Die Messeneuheit wird auf jeden Fall ein Hammer, es hat sämtliche Supporter über Stunden gefesselt und man stand sogar Schlange, um das Spiel endlich in Augenschein zu nehmen.

Fleissig am Spiele erklären und testen

Mit viel Glück stehen heute noch eine Chutulhu-Runde und vielleicht auch noch eine Party Junta auf dem Programm. Zeit genug ist auf jeden Fall noch, da es erst kurz nach halb Sieben ist. Gegen 22:00 Uhr ist dann die Auslosung der Tombola. Ich selbst habe mir drei Lose gekauft, Jürgen hat sich hingegen zehn Stück gekauft, da muss ich dann die Augen und Ohren offen halten. Wird sicher lustig mit so vielen Losen!

Nachtrag – 22:30 Uhr

War wohl nichts mit den Losen. Ich hatte auf den Gutschein von Pegasus Spiele gehofft, Eintrittskarten und Unterbringung für die Spiel 2008. Wie auch immer, ich freue mich natürlich sehr für die glücklichen Gewinner und Gewinnerinnen. Eine Ballonfahrt wurde ebenfalls ausgelost.

Fazit

Pegasus Spiele und auch den anderen Jubilaren ist eine sehr schöne Veranstaltung gelungen. Auch die Anreise von weiter weg (zum Beispiel aus Berlin) hat sich mehr als gelohnt. Viele neue Gesichter, neue Leute die man kennen lernen konnte und auch einen Einblick in den Verlag als solches. Die Supporter wurden nicht nur freundlich empfangen, sondern auch gut versorgt. Essen, Trinken und Unterkunft waren vollkommen kostenfrei, was ich nicht für eine Selbstverständlichkeit halte.

Das Haus von Pegasus Spiele

Danke für das schöne Wochenende! 🙂

Mehr Fotos gibts auf meiner Spieleabend-Website zu betrachten.

4 Antworten auf „Einmal Friedberg und zurück“

  1. Das Spiel, das du nicht nennen darfst, darfst du durchaus nennen. Wir haben jedenfalls von niemandem Stillschweigen dazu verlangt. Es handelt sich vermutlich um Pandemie!?

  2. Genau das meine ich. Kenne das aus der Computerspielebranche, dass es da eine NDA gibt. Wußte nicht genau, wie es sich mit dem Spiel verhält und daher habe ich es besser gelassen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.