Einmal Hamburg und zurück

Hinfahrt

Vor zwei Wochen schrieb mich ein alter Arbeitskollege an, ob ich nicht Interesse an einem Job hätte, wie ich ihn bereits die letzten zwei Jahre bei Wazap! ausgeübt habe. Natürlich ist das Interesse da und so vereinbarten wir für heute einen Termin im Hamburg. Er selbst kennt mich und meine Arbeitsweise natürlich schon, nicht zuletzt hat er mich gefragt. Die Geschäftsführer jedoch wollen mich natürlich auch kennen lernen, daher die Notwendigkeit des Besuchs in Hamburg.

Bei der Arbeit geht es im Grunde um die Pflege und Erweiterung einer Produktdatenbank. Dies soll mit einem Team an freien Mitarbeitern geschehen und auch hier habe ich ja schon reichlich Erfahrung gesammelt. Ich selbst wäre dann sozusagen der Teamleiter und würde die Arbeit an der Produktdatenbank koordinieren und selbst am Datenbestand mitarbeiten.

Um 5:55 Uhr klingelte daher heute der Wecker. Viel zu früh, aber wenn man was erreichen will, muss man früh aufstehen. Kurz nach sechs Uhr rief mich ein noch sehr müde klingender Sven an und schlug vor, sich am Flughafen zu treffen. Da ich aber eine Stunde nach ihm in Hamburg ankommen werde, zerschlug sich dieser Gedanke sehr schnell.

Kurz nach halb sieben verließ ich die WG und machte mich auf zum Bus, nur um festzustellen, dass zwar Busse (z.B. der M48) fahren, der Bus zum Hauptbahnhof aber ausfiel. Über kleinere Umwege und ein bisschen mehr gehetzt erreichte ich dann schließlich den Hauptbahnhof. Auf dem Weg dorthin und auch bei meinem Einkauf von belegtem Brötchen und Getränk traf ich auf drei Biertrinker. Einer saß schon in der S-Bahn, die Flasche halb leer, der zweite und dritte kauften sich bei Kaiser zwei Flaschen Bier und einmal Knacker und Bier. Es war kurz nach sieben Uhr! Wie kann man da schon trinken?

Aber zurück zum Thema. Der Zug kam natürlich, wie sollte es anders sein, mit etwas Verspätung an, ich hoffe aber, dass er auf der Strecke Berlin – Hamburg diese Verzögerung wieder aufholt. Mein Onlineticket hat wunderbar funktioniert, so blieb mir die Zeit am Bahnschalter erspart. Wir haben es jetzt 8:24 Uhr, in einer guten halben Stunde werde ich Hamburg erreichen, eine dreiviertel Stunde später sitze ich dann schon bei Flashpoint und werde mit der Geschäftsführung und Sven Wedig ein Vorstellungsgespräch führen.

Sebastian im März 2008

Rückfahrt

Es ist jetzr 14:10 Uhr und ich verlasse mit 5 Minuten Verspätung den Bahnhof Hamburg. Wagen 2 Platz 106 in einem Abteil ganz allein für mich. Hat was für sich. Nach etwa einer Stunde Gespräch bei Flashpoint war klar, dass ich der Richtige bin. Zwar hätten sie mich am liebsten in Vollzeit eingestellt, aber das geht momentan nicht, da ich bei imedo ja schon fest angestellt bin. So haben wir uns auf eine nebenberufliche Tätigkeit geeinigt. Es geht sozusagen sofort los, muss nur noch meine Daten rüberschicken und dann bekomme ich einen Vertrag zugeschickt. Der Besuch in Hamburg hat sich also auf jeden Fall gelohnt.

Meine Aufgaben im ersten Schritt sind, das System Navision genauer zu betrachten und die Dokumentation zur bisherigen Dateneingabe durchzulesen. Parallel hierzu soll ich schon mal nach ein paar Leuten Ausschau halten, die mit im Bereich der Dateneingabe arbeiten, hier kann ich sicher auf ein paar fähige Leute zurückgreifen. Nachdem ich die Dokumentation gelesen habe, kann ich mich gleich auch noch ein bisschen kreativ betätigen und, so notwendig, Verbesserungsvorschläge einbringen. Klingt alles sehr spannend und ähnelt meiner Arbeit der letzten zwei Jahre bei Wazap doch sehr.

Nun werde ich noch etwas in ecce homo von Friedrich Nietzsche lesen. Hat mir Sebastian gestern mitgebracht, habe auch schon paar Seiten geschafft, aber ich steige irgendwie nur sehr schwer durch die Gedankengänge dieses Mannes durch. Karsten musste gestern im Bus etwas schmunzeln, aber so wie es aussieht, bin ich nicht für Nietzsche gemacht.

2 Antworten auf „Einmal Hamburg und zurück“

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