Was ist Flattr?

flattr Am Wochenende fand ich auf einigen von mir täglich besuchten Blogs neue Icons bzw. Buttons, die ich nicht zuordnen konnte. Ein genauerer Blick entpuppte sie als Flattr-Icons … Tumblr, Flickr und was noch alles, komische Namen scheinen schon mal ein guter Grundstein für eine neue Idee zu sein. Die Firma dahinter sitzt in Malmö, es stecken also Schweden dahinter. Die Idee des Ganzen ist ein soziales Mikro-Bezahlsystem zu erschaffen. Journalisten und Blogger, aber auch Musiker sollen durch Flattr die Möglichkeit erhalten, ihre Arbeit zu finanzieren. Ob dies wirklich umsetzbar ist, werden wir erst in ein paar Monaten wissen, denn das Projekt befindet sich derzeit noch in seiner Beta-Phase.

To Flatter heißt soviel wie schmeicheln und wenn man einen Artikel oder Blogbeitrag gut findet, kann man dies über den Flattr-Button honorieren. Vorher bestimmt man in seinen Benutzereinstellungen bei Flattr, wieviel man im Monat für Internetinhalte ausgeben möchte. Hier gibt es derzeit eine Spanne von 2,00 bis 20,00 Euro. Ich selbst habe jetzt die Grundeinstellung von 2,00 Euro benutzt und via PayPal erst mal 12,00 Euro auf mein Konto geladen. Das sollte jetzt also für knapp sechs Monate reichen. Nun werden ausgehend von diesen 2,00 Euro alle von mir geflatterten Beiträge mit einem Mini-Honorar versehen. Habe ich am Ende des Monats zum Beispiel zwanzig Blogbeiträge für gut befunden, bekommt jeder Beitrag 0,10 Euro von meinem Guthaben, welchers ich zuvor auf meinen Account geladen haben.

Umgekehrt funktioniert dies natürlich auch. Wenn man selbst viel und gut bloggt, hat man sicher den einen oder anderen Leser, der zu einem zurückkehrt. Wenn diese Leserschaft über einen Flattr-Account verfügt, kann sie die selbst verfassten Beiträge honorieren. Eine gute Sache, wie ich finde, auch wenn man schauen muss, wie und ob sich Flattr zu etwas Größerem entwickelt. Der Grundgedanke ist jedenfalls lobenswert und somit kann sich Flattr durchaus in die Reihe von Web 2.0-Erfindungen wir Twitter, Tumblr oder Facebook mit einreihen.

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