Der Pan der RPC 2009

Satyr Am Wochenende schrieb ich ja auf meinem privaten Blog und auch bei Spieleabend-Berlin über einen Liverollenspieler, der als Satyr auf der Role Play Convention 2009 unterwegs war.

Heute beim Durchstöbern der Bildergalerie von buffed habe ich ihn wiedergefunden. Er ist den vielen Fotografen natürlich nicht entgangen und sicher gibt es mittlerweile noch viele andere Bilder im Netz von ihm.

Zwei Tage lief dieses gehufte Wesen immer wieder an unserem Stand vorbei und pausierte mit Vorliebe an Ständen mit alkoholischen Getränken.

Nichts ist mir wichtig?

Gestern Abend, ganz unverhofft, hat sich Sebastian mal wieder bei mir gemeldet. Ich dachte erst ich guck nicht richtig. Er hat mir damit die Möglichkeit eingeräumt, zu erfahren warum er den Kontakt mit mir nicht mehr halten kann. Jetzt, elf Stunden nach unserem Treffen verstehe ich es zwar immer noch nicht ganz, aber ich habe zumindest eine ungefähre Ahnung von dem, was in Sebastian vorgeht. Im Grunde ist es so, dass er nicht mit meiner Art zu Leben umgehen kann. Vielleicht ist es auch nicht ganz das. In Sebastians Augen wirke ich wie ein Mensch, dem alles egal ist, der keine Freude oder Ärger zeigen kann. Ich bin nicht aus der Ruhe zu bringen und ticke sozusagen auch nicht aus.

Dies haben schon ein paar Menschen festgestellt, er ist aber der erste, der sich daran stört und der vor allem nicht damit umgehen kann. Er kann auch meine Sicht auf die Einstellung zur Arbeit verstehen, dass ich mich nicht ständig wandeln oder verändern will und nach den Sternen zu greifen versuche. Ich quäle mich in seinen Augen, bin unglücklich, auch wenn ich jeden Tag ein Lächeln auf dem Gesicht habe. Dazu kommt, dass ich gewisse Dinge nicht erwachsen genug angehe. Nichts gegen das Thema Spiel, aber im Grunde bin ich in vielen Belangen wohl zu Unreif in seinen Augen und habe mich aufgegeben.

Wir haben gestern anderthalb Stunden gesprochen und sind dabei durch die Straßen Schönebergs gelaufen. Es tat mir gut, ihn mal wieder zu sehen, auch wenn er nicht verstehen konnte, wieso ich mich so einfach mit ihm getroffen habe, nachdem er mir vor acht Wochen so vor den Kopf gestoßen hat. Die Antwort ist ganz einfach, ich mag ihn einfach immer noch sehr und ein paar Spuren Liebe sind auch dabei. Ich hatte den Gedanken natürlich auch, zu sagen, dass ich das nicht will, aber das hätte mir am Ende nur weh getan. Ich wollte ihn wiedersehen und so konnte ich gar nicht nein sagen.

Ändern wird das Gespräch an der Situation zwischen mir und Sebastian nichts, es gibt mir jedoch die innere Ruhe, die ich schon seit zwei Monaten suche. Ich kann mich nicht so verändern, um Sebastian zu gefallen, es wäre nicht richtig und auf der anderen Seite kann Sebastian mich so wie ich bin nicht so in sein Leben lassen. Also müssen unsere Wege getrennt durchs Leben führen. Besser bin ich eine Weile traurig, als Sebastian in unserer Freundschaft unglückich.

Sonntag, 05.04.2009

Ich glaube eine SMS hat mich heute geweckt. Beim iPhone piept es nicht nur einmal, sondern immer mal wieder, damit man die Textnachrichten auch gar nicht vergisst. Eine SMS kam aus Köln von Jürgen, der sich heute in den dritten und letzten RPC-Tag stürzt, die andere war von Paul, der heute leider nicht zum Spieletag kommen kann. Ich bin dennoch guter Dinge und freue mich auf den heutigen Tag. Irgendwie muss ich andauern an den Satyr denken, der mir die letzten beiden Tage des Öfteren über den Weg gelaufen ist … wie auch immer, bis später dann.

Samstag, 04.04.2009

Bin zu Hause und gehe jetzt gleich ins Bett. War ein langer und schöner Tag, den ich jetzt wohl in entsprechenden Träumen verarbeiten werde. Morgen geht´s weiter mit dem Berliner Spieletag im Frühling. Gute Nacht.

Einmal Köln und zurück

Freitag, 03.04.2009

Ich werde kurz nach Mitternacht wach, da mein Mitbewohner mal wieder den Flur hoch und runter reitet. Da ich in zwei Stunden eh aufstehen muss, stehe ich auf und mache den Computer an. Stephan ist noch wach. Nach einer Folge Terminator gehe ich ins Bad und mache dann einen Abstecher in die Küche. Um 2:45 Uhr verlasse ich die WG, vorbei an der Filiale der Berliner Volksbank. Um 4:10 Uhr bin ich am Hauptbahnhof und versorge mich mit Frühstück und Kaffee. Viereinhalb Stunden finde ich keinen Schlaf und pünktlich um 9:00 Uhr fallen mir die Augen zu. 9:09 Uhr hält der Zug in Köln und ich steige aus.

Die Messe erreiche ich gegen 09:20 Uhr und der erste Eindruck ist, dass der Eingang in Münster irgendwie pompöser war. Drinnen wie draußen gähnende Leere. Nur ein paar wenige Menschen waren vor dem Eingang versammelt. Dank Aussteller-Ausweis komme ich schon vor 10:00 Uhr und ohne weitere Probleme rein. Drinnen holt mich Jürgen vom Eingang ab und bringt mich zum Pegasus Spiele Stand. Dort werden schon die Spiele aufgebaut und letzte Vorbereitungen am Verkaufsstand vorgenommen.

Da nicht viel los ist, nehmen wir uns die Zeit und schauen uns ein bisschen die Messe an. Der Siebenwind Stand ist noch leer, keiner da, also weiter zum Stand von Asmodeé. Dort empfangen uns Stefan und Guido. Ich wundere mich, dass sie Jürgen schon kennen, aber stimmt, der ist ja auch für Asmodeé unterwegs. Eine Partie Small Worlds später gehen wir weiter. Marcel ist noch nicht da und von Kevin ist auch weit und breit keine Spur am Ulisses Spiele Stand.

Mittlerweile ist es kurz nach vier Uhr. Ich sitze mit zwei Besuchern der Messe und Jürgen am Tisch und erkläre Munchkin Quest. Wieder zwei Leute mehr, die von diesem Brettspiel begeistert werden konnten und damit geht für mich auch der Arbeitstag zu ende. Weitere Demorunden werden bis zum Ende des heutigen Tages nicht mehr zustande kommen. Dafür mache ich eine schöne Entdeckung, die ich auch schon im Laufe des Tages aus dem Augenwinkel wahrgenommen habe. Ein Liverollenspieler ist als Satyr unterwegs, eine Fellhose, Hufe und mit sonst nichts bekleidet. Einfach wunderschön anzuschauen.

Zum Feierabend werden alle Supporter noch mit Goodies versorgt, dann herrscht allgemeine Aufbruchstimmung. Nachdem ich kurz was gegessen habe fahre ich zum Hotel Dies liegt doch weiter ab vom Schuss, als ich zuerst gedacht hatte. Das nächste Mal werde ich direkt am Bahnhof übernachten, kostet zwar etwas mehr, ist aber deutlich stressfreier. Gegen 23:30 Uhr falle ich erschöpft ins Bett und schlafe achteinhalb Stunden.

Samstag, 04.04.2009

Kurz bevor der Wecker des Telefons klingelt, werde ich wach. Ausgeruht beginne ich einen neuen Tag. Erstmal ins Badezimmer, welches sich in einem Etap-Hotel direkt neben dem Bett befindet. Tür auf und schon steht man in der Dusche. Zehn Minuten später steh ich vor dem Spiegel und stelle fest, dass es hier gar keinen Fön gibt. Schöner Mist, ich habe meinen extra zu Hause gelassen. Luftgetrocknete Haare sehen bei mir immer so … naja, unschön aus. Während ich mir in den Haaren herumwühle klopft es irgendwo ganz leise. Bestimmt nebenan, denke ich mir so und schon geht meine (!) Tür auf. Noch besetzt, oh Entschuldigung und zu ist die Tür wieder. Wo bin ich denn hier gelandet.

Eine viertel Stunde später stehe ich vor dem Hotel und mache noch ein Foto von meinem Nachtlager. Dann geht´s zu Fuß etwa eine viertel Stunde lang die Straße entlang zur Straßenbahn, die mich zurück ins Zentrum der Stadt fährt und von dort aus ist es nur noch ein Katzensprung zur Messe. Kurz nach zehn Uhr stehe ich wieder vorm Eingang, der heute deutlich voller ist. Drinnen sehe ich dann das ganze Ausmaß, hunderte von Besuchern verstopfen den Eingang. Zum Glück bin ich Aussteller und kann mich vorbeidrängeln.

Auf dem Pegasus Stand ist noch nicht viel los, also schnappe ich mir meinen Fotoapparat und auf geht´s ins Getümmel. Die 5000-Ork-Armee muss auf jeden Fall abgelichtet werden und dann mal sehen, was sich noch so findet. Und da ist er dann auch wieder, der Satyr, der, wie ich später herausfinde, zur Mittellande-Kampagne gehört. Mit einer Begleiterin stolziert er wieder durch die Besuchermassen und verweilt dann an einem Weinstand. Hier versucht er verschiedene Weinproben und unterhält sich angeregt mit dem Verkäufer und seiner Begleiterin.

Zeit mal wieder beim Pegasus Stand vorbeizusehen, nicht dass es heißt ich bin hier nur zum Vergnügen gekommen. Siehe da, ich kann was erklären. Einmal „Die Sterne stehen richtig“ bitte. Nichts einfacher als das und schon sind wir mitten im Spiel. Später dann ein Vater mit seinem Sohn, beide wollen gerne eine Runde „Munchkin Freibeuter“ spielen, kennen es bisher nur vom Hörensagen. Und siehe da, auch sie sind begeistert. Zum Abschluss gibt es dann noch einen kleinen Brocken, der auf den Namen „Circus Maximus“ hört. Hier muss ich ein paar mal zur Spielregel greifen. Damit habe ich es dann auch geschafft.

Insgesamt komme ich auf fünf Stunden Spiele erklären, recht mager für einen Messeausflug nach Köln. Vergleicht man das mit der Spiel in Essen, stinkt die RPC gegen 22 Stunden deutlich ab, aber ich will mich nicht beklagen, habe ich doch viel Zeit gehabt, mich privat über die RPC zu bewegen.

Ich sitze im Zug auf dem Weg nach Hause, es ist jetzt 20:16 Uhr und wir haben gerade Hamm verlassen. In etwa drei Stunden werde ich den Berliner Hauptbahnhof erreichen, mit dem Bus M85 nach Hause fahren und erneut ziemlich geschafft ins Bett fallen.

Freitag, 03.04.2009

Es ist 01:09 Uhr, Delphine hustet in regelmäßigen Abständen, Rainer rumpelt in seinem Zimmer herum. Ich bin seit einer guten Stunde wach und merke, wie die Kopfschmerzen langsam das Weite suchen. Ich werde gleich was essen und dann ins Bad gehen, mich für den Tag schick machen. Um etwa 2:40 Uhr werde ich das Haus verlassen und zum Bus laufen, ich muss noch kurz bei der Arbeit vorbei. Von dort aus fährt mich dann ein Taxi zum Hauptbahnhof. 4:27 Uhr fährt dann der ICE nach Köln ab, aus dem ich um 9:08 Uhr aussteigen werde.

Nachdem es mir gestern nicht so gut ging, fühle ich mich momentan fit genug, um nach Köln zur RPC zu fahren. Falls es mir doch nicht so gut gehen sollte, kann ich mich immer noch ins Hotelzimmer verkriechen und schlafen. Mal sehen, wie wach ich heute gegen 12:00 Uhr mittags bin, wird jedenfalls ein langer Tag, da die Messe ja bis 20:00 Uhr geöffnet hat. Ich melde mich dann aus Köln.

Auf zur RPC nach Köln

In dreieinhalb Stunden sitze ich im ICE auf dem Weg nach Köln. Bin vor einer Stunde aufgestanden und packe gerade meine Sachen zusammen. Letztes Jahr war ich übers Wochenende auf der RPC in Münster, dieses Jahr geht es nach Köln zur Kölnmesse. Ich werde kurz nach 9:00 Uhr am Hauptbahnhof ankommen und dann direkt zum Messegelände laufen.

rpc2009

Um 10:00 Uhr öffnen sie dann dort die Türen und wir beginnen damit, Spiele zu erklären. Ich bin mal wieder für Pegasus unterwegs und darf das schaurig schöne Spiel Zombies!!! unter die Leute bringen. Freue mich auf zwei schöne Tage in Köln und hoffe wieder ein paar alte Freunde und Bekannte zu treffen. In diesem Sinne, euch allen ein schönes Wochenende und vielleicht sieht man sich ja auf der Role Play Convention 2009.

Donnerstag, 02.04.2009

Als ich heute aufwachte, hatte ich Kopfschmerzen. So einen Start in einen neuen Tag ist mit das Schlimmste, was es gibt. Im Bad merkte ich dann, dass auch noch Übelkeit dazu kam und blieb daher heute meinen halben Arbeitstag zu Hause. Ich denke ich habe gestern Abend was gegesen, was nicht mehr ganz frisch war und damit habe ich den Salat.

Mittlerweile geht es mir wieder etwas besser, aber ich merke schon, dass mir der Kopf noch weh tut und ein Grummeln im Bauch zu hören ist. Ich habe bis etwa 12:00 Uhr im Bett gelegen, mal schlafend, mal wach und nun ist es mittlerweile kurz nach 16:00 Uhr. Die Tasche für morgen ist gepackt, denn da geht es nach Köln.

Mal sehen, wie fit ich morgen früh bin. Wenns gar nicht geht, werde ich nicht zur RPC fahren, momentan fühle ich mich aber recht gut, wenn auch noch etwas schlapp.

Mittwoch, 01.04.2009

Der erste April, Tag der Scherze. Passt also auf, wenn man euch versucht einen Bären aufzubinden. Bei mir war es bisher noch nicht der Fall. Bin gerade auf der Arbeit, wo sonst, und erfreue mich des schönen Wetters und recht viel Arbeit auf meinem Tisch. Die Zeit vergeht deshalb heute auch recht schnell. Heute Abend bin ich dann beim Spielbrett, einen Weblog aufsetzen. Mal sehen, wann ich dann zu Hause bin.